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>> Informationen >> Ein kurzer Einblick ins Tierschutzgesetz und seine Verordungen

 

Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kurzen Einblick ins Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen bieten.


Interessantes aus der Verordnung 

Zur Hundehaltung
 
  • Hunde müssen mindestens einmal täglich ihrem Bewegungsbedürfnis entsprechend Auslauf haben.
  • Hunden, die vorwiegend in geschlossenen Räumen, z.B. Wohnungen, gehalten werden, muss mehrmals täglich die Möglichkeit zu Kot- und Harnabsatz im Freien gegeben werden.
  • Hunden muss mindestens zwei Mal täglich Sozialkontakt mit Menschen gewährt werden.
  • Welpen dürfen erst ab einem Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden; dies gilt nicht, wenn die Trennung aus veterinärmedizinischen Gründen zum Schutz des Muttertieres oder zum Schutz der Welpen erforderlich ist.
  • Maulkörbe müssen der Größe und Kopfform des Hundes angepasst und luftdurchlässig sein; sie müssen dem Hund das Hecheln und die Wasseraufnahme ermöglichen.
  • Eine dauernde Zwingerhaltung ist verboten. Hunden ist mindestens ein Mal täglich entsprechend ihrem Bewegungsbedürfnis die Möglichkeit zu geben, sich außerhalb des Zwingers zu bewegen. Die Zwingergrundfläche muss mindestens 15 Quadratmeter exclusive Hütte betragen.
  • Wasser muss jederzeit in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen.


Zur Katzenhaltung
 

  • Katzen dürfen nicht in Käfigen gehalten werden.
  • Welpen dürfen erst ab einem Alter von über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Trennung aus veterinärmedizinischen Gründen zum Schutz des Muttertieres oder des Welpen erforderlich ist.
  • Den Katzen muss die Möglichkeit zum Krallenschärfen geboten werden
  • Wohnungskatzen ist Katzengras oder gleichwertiger Ersatz zur Verfügung zu stellen.
  • Den Katzen müssen Beschäftigungs- und erhöhte Rückzugsmöglichkeiten geboten werden.
  • Werden Katzen mit regelmäßigem Zugang ins Freie gehalten, so sind sie von einem Tierarzt kastrieren zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben
  • Werden Tiere in Räumen gehalten, bei denen die Gefahr eines Fenstersturzes besteht, so sind die Fenster oder Balkone mit geeigneten Schutzvorrichtungen zu versehen.
     
Zur Haltung von Kleinnagen
 
  • Den Tieren ist ausreichend Beschäftigungsmaterial zur Verfügung zu stellen. Nagetieren muss Nagematerial in Form von gesundheitlich unbedenklichem Holz, Ästen und dergleichen ständig zur Verfügung stehen.
  • Die Haltungseinrichtung muss dreidimensional strukturiert sein. Kleinnagern sind Rückzugsmöglichkeiten in Form von Häuschen, Papprollen, Rohren, Wurzeln oder zuvor heißgebrühter Korkeiche anzubieten. Nagern muss Nagematerial in Form von Holz, Ästen und dergleichen immer zur Verfügung stehen.
  • Wasser muss in Trinkwasserqualität in Hängeflaschen oder standfesten, offenen Gefäßen stets verfügbar sein. Wasser- und Futtergefäße sind so anzuordnen, dass sie nicht verschmutzt werden können. Futter und Wasser sind täglich frisch zu verabreichen.
  • Futterheu ist in Heuraufen anzubieten.
  • Werden Tiere in Käfigen gehalten, ist ihnen jedenfalls mehrmals wöchentlich ein Auslauf außerhalb des Käfigs zu ermöglichen.
  • Die Käfige sind in einer Mindesthöhe von 60 cm aufzustellen.
Hamster
  • Goldhamster sind einzeln zu halten.
  • Zwerghamsterarten wie Dsungarische-, Campbell-, Roborowski-Zwerghamster dürfen auch paarweise gehalten werden.
  • Den Tieren ist Einstreu aus grabefähigem Substrat in einer Mindesthöhe von 5 cm anzubieten.
Meerschweinchen
  • Die Tiere sind paarweise oder in Gruppen, jedoch nicht zusammen mit Kaninchen, zu halten.
  • Den Tieren sind eine Schlafhöhle und erhöhte Liegeflächen anzubieten. 
     
     

Interessantes aus dem Tierschutzgesetz

 

  • Es ist verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen.
  • Es ist verboten, Züchtungen vorzunehmen, bei denen vorhersehbar ist, dass sie für das Tier oder dessen Nachkommen mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Angst verbunden sind (Qualzüchtungen) oder Tiere mit Qualzuchtmerkmalen zu importieren, zu erwerben, weiterzugeben oder auszustellen.Es ist verboten, die Aggressivität und Kampfbereitschaft von Tieren durch einseitige Zuchtauswahl oder durch andere Maßnahmen zu erhöhen.
  • Man darf keine Stachelhalsbänder, Korallenhalsbänder oder elektrisierende oder chemische Dressurgeräte verwenden. 
  • Man darf keine technische Geräte, Hilfsmittel oder Vorrichtungen verwendet, die darauf abzielen, das Verhalten eines Tieres durch Härte oder durch Strafreize zu beeinflussen. Es ist verboten, ein Tier auf ein anderes Tier hetzt oder an einem anderen Tier auf Schärfe abrichtet.
  • Folgende Eingriffe sind verboten:
    - Eingriffe zur Veränderung des phänotypischen Erscheinungsbildes eines Tieres.
    - das Kupieren des Schwanzes
    - das Kupieren der Ohren
    - das Durchtrennen der Stimmbänder
    - das Entfernen der Krallen und Zähne
    - das Kupieren des Schnabels
  • Wenn solche Eingriffe für die vorgesehene Nutzung des Tieres, zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerlässlich ist, dürfen sie in Ausnahmefällen genehmigt werden.
  • Das wissentliche Verbringen von in Österreich geborenen Hunden ins Ausland zum Zwecke der Vornahme von Eingriffen, die in Österreich verboten sind, ist verboten.
  • Wer ein Tier erkennbar verletzt oder in Gefahr gebracht hat, hat, soweit ihm dies zumutbar ist, dem Tier die erforderliche Hilfe zu leisten oder, wenn das nicht möglich ist, eine solche Hilfeleistung zu veranlassen.
 

Sollten Sie mehr Informationen brauchen, so finden Sie das gesamte Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen  hier. 


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